Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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Ihre Anregungen sind uns wichtig.

Auf zahlreichen Veranstaltungen hatten alle Beteiligten am Projekt "Gender-Index" Gelegenheit, die Konstruktion und die Ergebnisse des Index mit Akteurinnen und Akteuren, mit Interessierten und auch mit der Wissenschaft zu diskutieren.

Prinzipiell werden das Datenangebot und die Internet-Aufbereitung des Gender-Index positv aufgenommen. Endlich - so der tenor - gibt es in übersichtlicher und kompakter Form die Informationen, mit denen in den Regionen eine Politik der stärkeren Gleichstellung von Frauen und Männern begleitet und gelenkt werden kann.

Um Ihren Bedürfnissen noch stärker Rechnung zu tragen, nehmen wir Ihre Anmerkungen gerne auf und reichern das Angebot um den Gender-Index an, wo immer es möglich ist. Folgende Anregungen haben wir beriets umgesetzt bzw. sind in Umsetzung:

Geschlechtergerechte Sprache

Wer Schulabgängerinnen und Schulabgänger z.B. meint, sollte dies auch so schreiben. Das gilt für die Einwohnerinnen und Einwohner, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister genauso. Da teilweise in den Profilen und Tabellen ein Kompromiss zwischen geschlechtergerechter Sprache und Länge des Ausdrucks gefunden werden muss, wird teilweise auch auf die sächliche Form zurückgegriffen: Schulabgang, Leistungsempfang, Bevölkerung usw. Das ist zwar nicht immer hübsch, aber hoffentlich angemessener als alleinig den Schulabgänger oder den Einwohner zu benennen. Profile und Tabellen sind so schon geschlechtergerecht neu verfasst. Nach und nach werden auch die unsensibel verfassten Stellen in den Textseiten überarbeitet.

Indikatoren des Gender-Index

Jeder Index stellt einen Kompromiss dar in Bezug auf die Auswahl an wünschenswerten Indikatoren: so umfassend und gleichzeitig so kompakt wie möglich, übersichtlich in der Zahl der Indikatoren und trotzdem so zielgenau wie möglich. Hohe Bedeutung bei der Darstellung des Gender-Index, der ja die Geschlechterunterschiede in den Kreisen misst, haben die Kriterien an die daran geknüpften Informationsgrundlagen:

- flächendeckend für alle Stadt- und Landkreise verfügbar,

- für Frauen und Männer getrennt erfassbar.

Z.B. ist letzteres Krietrium nicht für die Zahl der Gleichstellungsbeauftragten und Frauenbüros erfüllt. Daher kann ein solcher Indikatorenvorschlag nicht Eingang in den gender-Index finden.

Auch ist es sinnvoll, nach einem Jahr der Erprobung nicht das gesamte Indikatorenkonzept zu überarbeiten. Anpassung der Indikatoren hat es nur bei den Indikatoren "Berufliche und schulische Erstausbildung" und beim Indikator "Arbeitslosngeld" gegeben, da hier einerseits Nachbesserungsbedarf und andererseits eine verbesserte Datengrundlage bestand.

Die Entwicklung des Gender-Index wird jedoch vom im September 2009 neugegründeten Beirat kritisch begleitet. Das Indikatorenkonzept ist daher nicht auf ewig so festgeschrieben. Anregungen und Hinweise auf Datengrundlagen, die den oben genannten Kriterien genügen, sind daher stets willkommen.

Download-Möglichkeiten für die weiterführenden Regionalinformationen

Die Informationen des Gender-Index und der 19 Einzelindikatoren werden als PDF-Listen zum Download angeboten. Ebenso die entsprechend aufbereiteten Informationen für die Ebene der Raumordnungsregionen und der Bundesländer.

Die weiterführenden Regionalinformationen jedoch, also die Faktoren und Indikatoren, die für eine Interpretation und möglichen Kausalzusammenhang wichtig sind, wurden in Karten dargestellt. Zukünftig werden auch diese Indikatoren als PDF-Listen zum Download zur Verfügung stehen. Die Umsetzung erfolgt sukzessive mit Ausbau dieses Angebotes.

Für die Wissenschaft wird es in Kürze einen "Scientific-use-file" geben, so dass hier kausalanalytische oder modellhafte Analysen mit dem Gender-Index durchgeführt werden können. Entsprechende Analysen können über diese Portal veröffentlicht bzw. verlinkt werden.